Der unrühmliche Abgang des Ken J.

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Bis der RBB im November den umstrittenen Moderator Ken Jebsen vom Sender nahm, machte er fast sein Leben lang Jugendradio. Doch dann kamen die Vorwürfe gegen ihn – er sei ein Antisemit, Holocaust-Leugner und habe gegen journalistische Standards verstoßen.
Hier der Hintergrund der ganzen Affäre: in einer Mail, die Jebsen nach einer Sendung an einen Hörer schreibt, hieß es unter Anderem, dass Jensen wisse, wer den Holocaust als PR erfunden habe. Später wurde dieses Schreiben durch den Journalist und früheren SPIEGEL-Autor Henryk M. Broder auf dessen Blog veröffentlicht. Jebsen wies die Vorwürfe in YouTube-Video zurück. Darin sagt er, dass die Vorwürfe gegen ihn aus dem Zusammenhang gerissen seien, dass er sich als Humanisten und Demokraten versteht und für kritischen Journalismus steht. Dann lud er sogar seinen Kontrahenten Broder demonstrativ in seine Sendung ein. Doch Broder lehnte ab und verwies dabei darauf, dass mit Holocaust-Äußerung Grenzen überschritten seien.
Der Sender RBB hat seinen Moderator Jensen, der die Sonntagnachmittag-Sendung “KenFM” seit zehn Jahren moderierte, gegen die Vorwürfe zuerst verteidigt. Trotzdem musste Jensen zwischenzeitlich vom Mikrofon zurücktreten, eine Sendung wurde sogar ausgesetzt. Zwischenzeitlich vereinbarte der Sender mit dem 45-Jährigen aber neue Regeln- journalistische Standards sollen eingehalten werden, außerdem sollte der Politikanteil in der Sendung reduziert werden. Man könnte also fast sagen, dass Jensen in dieser Zeit auf Bewährung war. In der ersten Sendung nach dem Eklat entschuldigte sich Jebsen und wehrte sich gleichzeitig wieder gegen die Antisemitismusvorwürfe.
Doch dann wurde der öffentliche Druck auf den Sender zu stark und Jensen wurde gefeuert. Angeblich wurde er vom Sender genommen, weil zahlreiche Beiträge aus seinen Sendungen nicht den journalistischen Standards des RBB entsprachen.